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Wohnmobil: Besondere Verkehrsregeln beachten
Wohnmobile unterliegen je nach zulässigem Gesamtgewicht (zGG) unterschiedlichen Vorschriften. Die Grenzen liegen bei 3,5 t und 7,5 t.
Geschwindigkeitsbegrenzungen für Wohnmobile
| Straßentyp | bis 3,5 t | 3,5–7,5 t | über 7,5 t |
|---|---|---|---|
| Innerorts | 50 km/h | 50 km/h | 50 km/h |
| Außerorts | 100 km/h | 80 km/h | 60 km/h |
| Autobahn | keine Begrenzung | 100 km/h | 80 km/h |
Überladung beim Wohnmobil
Wohnmobile werden häufig überladen – die Toleranz ist gering. Bereits ab 2 % Überladung drohen Bußgelder (10–425 €). Bei über 20 %: Punkte in Flensburg. Tipp: Vor der Reise an der Waage wiegen!
Parken mit dem Wohnmobil
Wohnmobile bis 7,5 t dürfen grundsätzlich am Straßenrand parken, sofern nicht durch Schilder verboten. Gehwegparken (Zeichen 315) ist nur bis 2,8 t zGG erlaubt. In Wohngebieten: Wohnmobile über 7,5 t dürfen nachts (22–6 Uhr) und an Sonn-/Feiertagen nicht in Wohngebieten parken.
Gasprüfung seit 2025 wieder Pflicht
Seit Juni 2025 ist die Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen wieder verpflichtend. Alle 2 Jahre muss der Nachweis erbracht werden – ohne gültige Gasprüfung gibt es keine neue HU-Plakette.
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MPU: Der „Idiotentest" – Was Sie wissen müssen
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) wird angeordnet, wenn die Fahreignung in Zweifel steht – meist nach Alkohol- oder Drogendelikten, bei 8 Punkten in Flensburg oder nach schweren Verkehrsstraftaten.
Wann wird eine MPU angeordnet?
Alkohol: Ab 1,6 ‰ BAK oder wiederholte Trunkenheitsfahrten. Drogen: Bei Nachweis von Drogenkonsum und Teilnahme am Straßenverkehr. Punkte: Bei 8 oder mehr Punkten in Flensburg. Straftaten: Bei aggressivem Verhalten oder Nötigung im Verkehr.
Ablauf der MPU
Die MPU dauert ca. 3–4 Stunden und besteht aus drei Teilen: 1. Medizinische Untersuchung (Blut, Urin, körperliche Untersuchung), 2. Leistungstest (Reaktionsfähigkeit, Konzentration), 3. Psychologisches Gespräch (Kernstück der MPU).
Kosten der MPU 2026
| Posten | Kosten |
|---|---|
| MPU-Gutachten | 600–1.000 € |
| Abstinenznachweise (6–12 Monate) | 500–900 € |
| Vorbereitung/Beratung | 500–1.500 € |
| Neuerteilung Fahrerlaubnis | bis 275 € |
| Gesamt | 1.600–3.675 € |
Durchfallquote und Tipps
Die Durchfallquote liegt bei ca. 35–40 %. Wichtigste Tipps: Professionelle Vorbereitung nutzen, ehrliche Selbstreflexion zeigen, Abstinenznachweise rechtzeitig beginnen, nicht zu früh zur MPU antreten.
Rechtliche Hinweise
Sperrfrist und Wartezeit
Seit 2018 gibt es keine einheitliche Gebührenordnung mehr – die Kosten variieren je nach Begutachtungsstelle. Die Sperrfrist für die Neuerteilung beträgt in der Regel 6 Monate bis 5 Jahre. Für Alkohol-MPUs werden meist 12 Monate Abstinenznachweis verlangt.
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Auto-Tuning: Was ist erlaubt?
Tuning erfreut sich großer Beliebtheit – doch wer sein Fahrzeug ohne Genehmigung verändert, riskiert den Verlust der Betriebserlaubnis nach § 19 StVZO und saftige Bußgelder.
Wann erlischt die Betriebserlaubnis?
Die Betriebserlaubnis erlischt, wenn: die Fahrzeugart geändert wird, durch das Tuning eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist, oder sich das Abgas- bzw. Geräuschverhalten verschlechtert (§ 19 Abs. 2 StVZO).
Bußgeldkatalog Tuning 2026
| Verstoß | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| Erlöschene BE ohne Gefährdung | 50 € | – |
| Erlöschene BE mit Verkehrsgefährdung | 90 € | 1 |
| Illegale Auspuffanlage (Lärm) | 80 € | – |
| Unerlaubte Beleuchtung | 20–50 € | – |
| Fahren ohne BE (schwer) | bis 270 € | 1–3 |
Was muss eingetragen werden?
Eintragungspflichtig sind u.a.: Felgen und Reifen (andere Dimensionen), Fahrwerksänderungen (Tieferlegung), Auspuffanlagen, Leistungssteigerung (Chiptuning), Anbauteile (Spoiler, Schweller). Ohne ABE oder Einzelabnahme (§ 21 StVZO): Betriebserlaubnis erloschen!
Rechtliche Konsequenzen
Versicherungsschutz bei illegalem Tuning
Ist die Betriebserlaubnis erloschen, kann die Kfz-Versicherung im Schadensfall die Leistung kürzen oder den Vertrag kündigen. Bei Vorsatz droht sogar der vollständige Verlust des Versicherungsschutzes. Besonders riskant: Chiptuning ohne Eintragung, da dies bei Unfällen oft nicht sofort erkennbar ist.
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Führerschein-Umtausch: Pflicht für Millionen Autofahrer
Bis 2033 müssen alle vor 2013 ausgestellten Führerscheine in den neuen EU-Kartenführerschein umgetauscht werden. Die Fristen sind gestaffelt – wer sie verpasst, riskiert ein Verwarnungsgeld.
Aktuelle Fristen
| Ausstellungsjahr | Umtausch bis |
|---|---|
| 1991–2001 | 19. Januar 2026 |
| 2002–2004 | 19. Januar 2027 |
| 2005–2007 | 19. Januar 2028 |
| 2008–2012 | 19. Januar 2029 |
| vor 1953 geboren | 19. Januar 2033 |
Kosten und Bußgeld
Der Umtausch kostet ca. 25–30 €. Wer die Frist verpasst, zahlt ein Verwarnungsgeld von 10 €. Der Führerschein bleibt aber gültig – es handelt sich nicht um Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Digitaler Führerschein ab 2026
Ab 2026 wird der Führerschein auch digital auf dem Smartphone abrufbar sein. Der physische Kartenführerschein bleibt aber weiterhin gültig.
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Dashcam: Was ist erlaubt – und was nicht?
Immer mehr Autofahrer nutzen Dashcams. Die Rechtslage ist komplex: Aufnahmen können bei Unfällen als Beweis dienen, permanente Aufzeichnungen verstoßen aber gegen den Datenschutz (DSGVO). Empfohlen: Loop-Aufzeichnung mit automatischer Speicherung nur bei Vorfall.
Bußgelder bei Dashcam-Verstößen
| Verstoß | Bußgeld |
|---|---|
| Permanente Aufzeichnung ohne Anlass | bis 500 € |
| Veröffentlichung mit erkennbaren Personen | bis 50.000 € |
Aktuelle Rechtsprechung: Dashcam
BGH, Urt. v. 15.05.2018 – VI ZR 233/17: Grundsatzentscheidung
Dashcam-Aufnahmen sind trotz Datenschutzverstoß als Beweismittel verwertbar. Das Interesse an der Wahrheitsfindung kann das Datenschutzinteresse überwiegen.
OLG Stuttgart: Auch in Bußgeldverfahren verwertbar
Das OLG Stuttgart ging weiter: Dashcam-Aufnahmen sind auch in Bußgeldverfahren bei schweren Verkehrsordnungswidrigkeiten verwertbar. § 6b Abs. 3 BDSG enthält kein Beweisverwertungsverbot für Straf- und Bußgeldverfahren.