Handy am Steuer: Teure Ablenkung
Die Nutzung des Handys am Steuer ist eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Seit der Verschärfung der Strafen ist das Bußgeld deutlich gestiegen – und auch Punkte und Fahrverbot drohen.
Bußgeldtabelle: Handy am Steuer 2026
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Handy am Steuer (Pkw) | 100 € | 1 | – |
| ...mit Gefährdung | 150 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 200 € | 2 | 1 Monat |
| Handy am Steuer (Fahrrad) | 55 € | – | – |
Was genau ist verboten?
Verboten ist das Aufnehmen oder Halten eines elektronischen Geräts während der Fahrt, wenn der Motor läuft. Das betrifft nicht nur Telefonieren, sondern auch:
- Tippen von Nachrichten (WhatsApp, SMS)
- Navigation über das Handy-Display bedienen
- Fotos oder Videos aufnehmen
- Handy als Navi in der Hand halten
- Nutzung an der roten Ampel bei laufendem Motor
Was ist erlaubt?
Erlaubt ist die Nutzung über Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung oder wenn das Handy in einer Halterung befestigt ist und nur mit kurzer Blickzuwendung bedient wird. Auch bei ausgeschaltetem Motor (Start-Stopp-Automatik zählt als laufend!) darf das Handy genutzt werden.
Lohnt sich ein Einspruch?
In vielen Fällen ja. Häufige Fehler der Behörden:
- Kein eindeutiger Nachweis der tatsächlichen Nutzung
- Verwechslung mit einem anderen Gegenstand
- Beweisfoto nicht aussagekräftig genug
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