Rote Ampel überfahren? Das sind die Konsequenzen
Ein Rotlichtverstoß zählt zu den schwerwiegendsten Verkehrsdelikten. Das Überfahren einer roten Ampel gefährdet nicht nur den Fahrer selbst, sondern vor allem andere Verkehrsteilnehmer. Der Gesetzgeber ahndet dieses Vergehen daher besonders streng.
Einfacher Rotlichtverstoß vs. qualifizierter Rotlichtverstoß
Das Verkehrsrecht unterscheidet zwischen zwei Arten von Rotlichtverstößen:
- Einfacher Rotlichtverstoß: Die Ampel war weniger als 1 Sekunde rot. Bußgeld: 90 €, 1 Punkt.
- Qualifizierter Rotlichtverstoß: Die Ampel war bereits länger als 1 Sekunde rot. Bußgeld: 200 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot.
Bußgeldtabelle Rotlichtverstoß 2026
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Ampel bei Rot überfahren (unter 1 Sek.) | 90 € | 1 | – |
| ...mit Gefährdung | 200 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 240 € | 2 | 1 Monat |
| Ampel bei Rot überfahren (über 1 Sek.) | 200 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Gefährdung | 320 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 360 € | 2 | 1 Monat |
Wie wird ein Rotlichtverstoß nachgewiesen?
Rotlichtverstöße werden typischerweise durch Ampelblitzer (stationär), Videoüberwachung oder Polizeibeamte vor Ort festgestellt. Ampelblitzer nutzen Induktionsschleifen in der Fahrbahn und lösen zwei Fotos aus: eines beim Überfahren der Haltelinie und eines im Kreuzungsbereich.
Einspruch bei Rotlichtverstoß
Gerade bei Rotlichtverstößen gibt es häufig Angriffspunkte für einen erfolgreichen Einspruch:
- Fehlerhafte Messung der Rotlichtdauer
- Technische Mängel am Ampelblitzer
- Fahrer nicht eindeutig identifizierbar
- Gelblichtphase zu kurz eingestellt
Wir prüfen Ihren Bescheid professionell und sagen Ihnen, ob sich ein Einspruch lohnt.