Bußgeldkatalog 2026: Alle Bußgelder, Punkte & Fahrverbote auf einen Blick
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Der aktuelle Bußgeldkatalog 2026
Der Bußgeldkatalog regelt die Sanktionen für Verkehrsverstöße in Deutschland. Hier finden Sie alle aktuellen Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote – übersichtlich sortiert nach Verstoßart.
Die häufigsten Verkehrsverstöße im Überblick
| Verstoß | Bußgeld ab | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts | 30 € | ab 21 km/h: 1 Pkt. | ab 26 km/h möglich |
| Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts | 20 € | ab 21 km/h: 1 Pkt. | ab 26 km/h möglich |
| Rotlichtverstoß | 90 € | 1 | ab 1 Sek.: 1 Monat |
| Handy am Steuer | 100 € | 1 | bei Gefährdung |
| Abstandsverstoß | 25 € | ab 1 | ab 1 Monat |
| Alkohol am Steuer (ab 0,5‰) | 500 € | 2 | 1 Monat |
| Falschparken | 25 € | ggf. 1 | – |
| Überholverstoß | 70 € | 1 | möglich |
| Vorfahrt missachtet | 25 € | ggf. 1 | – |
Punkte in Flensburg: Das Fahreignungsregister
Punkte werden im Fahreignungsregister (FAER) beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg gespeichert. Ab 8 Punkten wird der Führerschein entzogen. Die Verjährungsfristen betragen je nach Schwere 2,5 bis 10 Jahre.
- 1–3 Punkte: Vormerkung
- 4–5 Punkte: Ermahnung
- 6–7 Punkte: Verwarnung
- 8 Punkte: Führerscheinentzug
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Geschwindigkeitsüberschreitung 2026: Bußgeld, Punkte & Fahrverbot
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Geblitzt? Das droht bei Geschwindigkeitsüberschreitung
Eine Geschwindigkeitsüberschreitung gehört zu den häufigsten Verkehrsverstößen in Deutschland. Ob innerorts oder außerorts – wer zu schnell fährt, riskiert empfindliche Strafen. Seit der letzten Reform des Bußgeldkatalogs sind die Sanktionen deutlich verschärft worden.
Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts 2026
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 30 € | – | – |
| 11–15 km/h | 50 € | – | – |
| 16–20 km/h | 70 € | – | – |
| 21–25 km/h | 115 € | 1 | – |
| 26–30 km/h | 180 € | 1 | 1 Monat* |
| 31–40 km/h | 260 € | 2 | 1 Monat |
| 41–50 km/h | 400 € | 2 | 1 Monat |
| 51–60 km/h | 560 € | 2 | 2 Monate |
| 61–70 km/h | 700 € | 2 | 3 Monate |
| über 70 km/h | 800 € | 2 | 3 Monate |
* Fahrverbot bei Wiederholungstätern innerhalb eines Jahres
Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung außerorts 2026
| Überschreitung | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| bis 10 km/h | 20 € | – | – |
| 11–15 km/h | 40 € | – | – |
| 16–20 km/h | 60 € | – | – |
| 21–25 km/h | 100 € | 1 | – |
| 26–30 km/h | 150 € | 1 | 1 Monat* |
| 31–40 km/h | 200 € | 1 | 1 Monat* |
| 41–50 km/h | 320 € | 2 | 1 Monat |
| 51–60 km/h | 480 € | 2 | 1 Monat |
| 61–70 km/h | 600 € | 2 | 2 Monate |
| über 70 km/h | 700 € | 2 | 3 Monate |
Toleranzabzug bei Geschwindigkeitsmessung
Bei jeder Geschwindigkeitsmessung wird ein Toleranzabzug vorgenommen. Bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h werden 3 km/h abgezogen, darüber 3 Prozent der gemessenen Geschwindigkeit. Dieser Abzug berücksichtigt mögliche Messungenauigkeiten.
Einspruch gegen Bußgeldbescheid wegen Geschwindigkeitsüberschreitung
Nicht jeder Bußgeldbescheid ist korrekt. Häufige Fehlerquellen bei Geschwindigkeitsmessungen sind:
- Fehlerhafte Kalibrierung des Messgeräts
- Falsche Aufstellung des Blitzers
- Verwechslung des Fahrzeugs
- Abgelaufene Eichung
- Fehler im Messprotokoll
Unser Tipp: Lassen Sie Ihren Bußgeldbescheid prüfen lassen. In vielen Fällen lohnt sich ein Einspruch – und wir übernehmen die Kosten.
Rotlichtverstoß 2026: Strafen, Punkte & wann sich Einspruch lohnt
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- Written by: hmomberger
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Rote Ampel überfahren? Das sind die Konsequenzen
Ein Rotlichtverstoß zählt zu den schwerwiegendsten Verkehrsdelikten. Das Überfahren einer roten Ampel gefährdet nicht nur den Fahrer selbst, sondern vor allem andere Verkehrsteilnehmer. Der Gesetzgeber ahndet dieses Vergehen daher besonders streng.
Einfacher Rotlichtverstoß vs. qualifizierter Rotlichtverstoß
Das Verkehrsrecht unterscheidet zwischen zwei Arten von Rotlichtverstößen:
- Einfacher Rotlichtverstoß: Die Ampel war weniger als 1 Sekunde rot. Bußgeld: 90 €, 1 Punkt.
- Qualifizierter Rotlichtverstoß: Die Ampel war bereits länger als 1 Sekunde rot. Bußgeld: 200 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot.
Bußgeldtabelle Rotlichtverstoß 2026
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Ampel bei Rot überfahren (unter 1 Sek.) | 90 € | 1 | – |
| ...mit Gefährdung | 200 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 240 € | 2 | 1 Monat |
| Ampel bei Rot überfahren (über 1 Sek.) | 200 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Gefährdung | 320 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 360 € | 2 | 1 Monat |
Wie wird ein Rotlichtverstoß nachgewiesen?
Rotlichtverstöße werden typischerweise durch Ampelblitzer (stationär), Videoüberwachung oder Polizeibeamte vor Ort festgestellt. Ampelblitzer nutzen Induktionsschleifen in der Fahrbahn und lösen zwei Fotos aus: eines beim Überfahren der Haltelinie und eines im Kreuzungsbereich.
Einspruch bei Rotlichtverstoß
Gerade bei Rotlichtverstößen gibt es häufig Angriffspunkte für einen erfolgreichen Einspruch:
- Fehlerhafte Messung der Rotlichtdauer
- Technische Mängel am Ampelblitzer
- Fahrer nicht eindeutig identifizierbar
- Gelblichtphase zu kurz eingestellt
Wir prüfen Ihren Bescheid professionell und sagen Ihnen, ob sich ein Einspruch lohnt.
Handy am Steuer 2026: Bußgeld, Punkte & Fahrverbot
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Handy am Steuer: Teure Ablenkung
Die Nutzung des Handys am Steuer ist eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr. Seit der Verschärfung der Strafen ist das Bußgeld deutlich gestiegen – und auch Punkte und Fahrverbot drohen.
Bußgeldtabelle: Handy am Steuer 2026
| Verstoß | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot |
|---|---|---|---|
| Handy am Steuer (Pkw) | 100 € | 1 | – |
| ...mit Gefährdung | 150 € | 2 | 1 Monat |
| ...mit Sachbeschädigung | 200 € | 2 | 1 Monat |
| Handy am Steuer (Fahrrad) | 55 € | – | – |
Was genau ist verboten?
Verboten ist das Aufnehmen oder Halten eines elektronischen Geräts während der Fahrt, wenn der Motor läuft. Das betrifft nicht nur Telefonieren, sondern auch:
- Tippen von Nachrichten (WhatsApp, SMS)
- Navigation über das Handy-Display bedienen
- Fotos oder Videos aufnehmen
- Handy als Navi in der Hand halten
- Nutzung an der roten Ampel bei laufendem Motor
Was ist erlaubt?
Erlaubt ist die Nutzung über Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung oder wenn das Handy in einer Halterung befestigt ist und nur mit kurzer Blickzuwendung bedient wird. Auch bei ausgeschaltetem Motor (Start-Stopp-Automatik zählt als laufend!) darf das Handy genutzt werden.
Lohnt sich ein Einspruch?
In vielen Fällen ja. Häufige Fehler der Behörden:
- Kein eindeutiger Nachweis der tatsächlichen Nutzung
- Verwechslung mit einem anderen Gegenstand
- Beweisfoto nicht aussagekräftig genug
Professioneller Check: Wir prüfen Ihren Bußgeldbescheid und übernehmen das Bußgeld, wenn ein Einspruch Erfolg verspricht.
ViDistA – Video-Distanz-Auswertung
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ViDistA – Videogestützte Abstandsauswertung durch Nachfahren
Das ViDistA-Verfahren (Video-Distanz-Auswertung) ist ein besonderes Abstandsmessverfahren, bei dem der Abstand nicht von einer Brücke aus, sondern durch ein nachfahrendes Polizeifahrzeug ermittelt wird. Es handelt sich um ein Auswerteverfahren, das die aufgezeichneten Videodaten eines Nachfahrvorgangs nachträglich analysiert.
Technische Funktionsweise
Beim ViDistA-Verfahren fährt ein Polizeifahrzeug mit eingebauter Videoanlage hinter dem verdächtigen Fahrzeug her und zeichnet den Vorgang auf. Die Auswertung erfolgt analog zu den Brückenabstandsmessverfahren: Anhand der aufgezeichneten Videosequenz werden Geschwindigkeit und Abstand des vorausfahrenden Fahrzeugs nachträglich errechnet.
Im Gegensatz zu den stationären Brückenverfahren ergeben sich beim ViDistA besondere Herausforderungen, da sich sowohl das messende als auch das gemessene Fahrzeug in Bewegung befinden. Vergrößert sich der Abbildungsmaßstab des überwachten Fahrzeugs im Video, nähert sich das Einsatzfahrzeug an; verkleinert sich der Maßstab, entfernt es sich.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Messart | Videogestützte Nachfahr-Abstandsmessung |
| Einsatzfahrzeug | Polizeifahrzeug mit Videoanlage |
| Messprinzip | Nachträgliche Auswertung des Nachfahrvideos |
| Messwerte | Geschwindigkeit und Abstand |
| Ähnliches Verfahren | ProVida (Geschwindigkeitsmessung) |
| Auswertung | Softwaregestützte Videobildauswertung |
Häufige Fehlerquellen
- Annäherung des Einsatzfahrzeugs: Nähert sich das Polizeifahrzeug zum Messende an den vorausfahrenden Pkw an, wirkt sich dies zuungunsten des Betroffenen aus – der Abstand erscheint kleiner als tatsächlich.
- Abbildungsmaßstab: Veränderungen des Abbildungsmaßstabs im Video müssen korrekt berücksichtigt werden. Eine Vergrößerung wirkt sich zugunsten, eine Verkleinerung zuungunsten des Betroffenen aus.
- Kein standardisiertes Messverfahren: Anders als die Brückenverfahren ist ViDistA kein eigenständiges Messgerät, sondern ein Auswerteverfahren. Die Berechnung muss im Urteil detailliert dargestellt werden.
- Beeinflussung durch Nachfahren: Das nachfahrende Polizeifahrzeug kann das Fahrverhalten des gemessenen Fahrzeugs unbewusst beeinflussen.
Wichtige Rechtsprechung
Da ViDistA kein eigenständiges standardisiertes Messverfahren ist, genügt im Urteil nicht die bloße Bezeichnung des Verfahrens. Vielmehr müssen die Auswertung und die Berechnung im Detail dargestellt werden, damit die Messung nachvollziehbar ist. Der Tatrichter muss die Berechnungsgrundlagen offenlegen.
Einspruch gegen ViDistA-Messungen
ViDistA-Messungen bieten besonders gute Angriffspunkte, da das Verfahren kein standardisiertes Messverfahren darstellt. Die Verteidigung sollte die vollständige Offenlegung der Berechnungsgrundlagen fordern und prüfen, ob eine Annäherung des Polizeifahrzeugs die Messwerte beeinflusst hat.
Abstandsmessung anfechtbar?
Viele Abstandsmessungen sind fehlerhaft. Wir prüfen Ihren Fall professionell und übernehmen bei Erfolg Ihr Bußgeld.
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